Eine Theaterbühne

Die von der Decke hängenden Lampions tanzen im Wind, obwohl es kein Publikum mehr gibt. Und er stellt sich vor: Das Theater geht in Konkurs. Der Exekutor kommt und nimmt mit, was möglich ist. Mitten während einer Vorstellung nimmt er die Vorhänge ab. Seitdem nimmt das Stück kein Ende mehr. Die Schauspieler sind in ihrem Spiel gefangen und können es nicht beenden. Der Vorhang, der allem ein Ende setzen könnte, ist nicht mehr da. Sie sind dem Stück ausgeliefert. Sie kämpfen. Sie sprechen sich heiser und spielen sich wund, aber ehe der Vorhang nicht fällt, gibt es kein Ende. Keine Aussicht darauf, dass die Wörter je ausgehen werden. Die Sprache ist endlos, es gibt kein Entrinnen aus ihr. – Glücklich die, die rechtzeitig den Theatertod (TOD: This was made to end all parties, bye, bye. – Einstürzende Neubauten, Der Tod ist ein Dandy) gestorben sind.